100 Jahre Schwerathletik in Möckmühl

Möckmühl – „100 Jahre Schwerathletik“ feierte der ASV Möckmühl am Samstagabend mit gut 400 Gästen in der Jagsttalhalle. Ein Jubiläum, das auf die Gründung des „Athletenclub Germania“ 1907 zurückgeht, und das die heutige Vereinsgeneration zum Anlass nahm, um Vergangenes in Erinnerung zu rufen, sportliche Erfolge und ehrenamtliche Verdienste zu würdigen und den Leistungsstand zu demonstrieren.

Mit den olympischen Spielen der Antike verglich der zweite Vorsitzende Roland Peter dieses Großereignis. Beeindruckend schon die Ausstellung mit hunderten Fotos und Archiv-Exponaten. Allein Joachim Tautermann hatte hierzu die vergangenen 30 Jahre Vereinsleben mit seiner Kamera festgehalten.

Integration Die Vereinsgeschichte und das gesellschaftliche Umfeld der Gründungsväter rief ASV-Vorsitzender Michael Egner in Erinnerung, bevor Bürgermeister Ulrich Stammer in seinem Grußwort auf die enorme integrative Wirkung dieses Sportvereins einging. In einer Mischung aus Powerpoint-Präsentation und Live-Darstellung erlebten die Festgäste dann 100 Jahre Schwerathletik mit all ihren Höhen und Tiefen. Angefangen hat der Verein mit Sportarten wie Gewichtheben, Steinstoßen, Hammerwerfen und Gewichtwerfen. Was man sich darunter vorzustellen hat, demonstrierten die einst erfolgreichen Athleten Ernst Fleischmann und Karl Ipseits mit ihren 15 Kilogramm schweren Gewichtsringen.

Ein Kraftakt ganz anderer Art war der Bau der Stadthalle. Sie sollte die kleine Übungshalle ersetzen, die 1910 ebenfalls in Eigenarbeit errichtet wurde. Aus dieser Zeit wurde ein Antrag der Schwerathleten gezeigt, mit der Bitte um „käufliche Überlassung der alten Fenster und Läden des Rathauses“. 1930 entstand an gleicher Stelle dann die heutige Halle.

Die herausragenden sportlichen Erfolge, die den ASV weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht haben, belegten verschiedene Großaufnahmen mit Möckmühler Athleten in Siegerpose. Darunter auch der erfolgreichste Ringer des ASV Ralf Moll ( 31), der vier Mal Deutscher Jugendmeister wurde.

Weltmeister Spannend dann eine Gewichtheberdemonstrationen mit dem 13-jährigen D-Jugendmeister Daniel Schwenzer, dem Bundesligisten Heiko Arndt, der an diesem Abend 120 Kilo stemmte, und dem 67-jährigen Rudi Sauerbeck, der es als zehnmaliger Weltmeister der Seniorenklasse noch auf beachtliche 85 Kilo brachte.

Aufwärmübungen und Schaukämpfe der Ringer und Judoka rundeten das sportliche Programm ab. Zudem bot eine Sportakrobatik-Gruppe aus dem Odenwald artistische Körperbeherrschung. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Musikschule Möckmühl, insbesondere mit der Gesangsklasse von Regine Böhm.
(hst vom 14.05.2007)

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